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Mit Neokorporatismus durch die Krise? Die Rolle des sozialen Dialogs in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Autoren
Eichhorst, Werner; Weishaupt, J. Timo
Jahr
2013
Heft
3
Jahrgang
59
Seiten
313 bis 335

Zusammenfassung

Dieser Beitrag untersucht die Rolle der Sozialpartner bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise 2008/09 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Fallstudien zeigen, dass die schnelle Reaktion der Politik zu Beginn der Krise auf dem gemeinsamen Handeln von Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Regierungen beruhte. Eine zentrale Rolle kam dabei den Sozialpartnern jener Sektoren zu, die am stärksten von der Krise betroffen waren. In der Schweiz und Österreich wurden vorhandene Verhandlungsstrukturen genutzt, während in Deutschland informelle Kanäle eine größere Bedeutung hatten. Den Sozialpartnern gelang es, ihre in den Jahren vor der Krise entwickelten sektoralen Strukturen wettbewerbsfähiger Produktion mithilfe staatlicher Unterstützung über die Krise hinweg zu stabilisieren. Es kam zu einer Interessenkonvergenz von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Regierung, die zwar zeitlich und thematisch begrenzt war, allerdings Potential für eine künftige Revitalisierung der Sozialpartnerschaft und neokorporatistischer Konzertierungen hat.
Zuletzt aktualisiert: 29.06.2015

Hinweis

  • Kontakt:

    Dr. Werner Eichhorst
    IZA – Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit GmbH
    Deputy Director of Labor Policy
    Schaumburg-Lippe-Str. 5-9
    53113 Bonn
    E-Mail: eichhorst@iza.org

    Prof. J. Timo Weishaupt, Ph. D.
    Georg-August-Universität Göttingen
    Institut für Soziologie
    Platz der Göttinger Sieben 3
    37073 Göttingen
    E-Mail: timo.weishaupt@sowi.uni-goettingen.de