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| Abstracts: Jahrgang 53, Heft 3/2007 |
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| Andreas Langer, Michaela Pfadenhauer |
| Zur Einleitung: Policy und Management bei der Modernisierung Sozialer Dienste |
| Im Zuge der Umsetzung verschiedenster Reformen, die im Allgemeinen mit Begriffen wie Deregulierung, Privatisierung, Pluralisierung oder Dezentralisierung in Verbindung gebracht werden, scheint das Management in diesem Veränderungsgeschehen an Bedeutung zu gewinnen. So werden sozialpolitische Vorgaben in Konzepten des ‚New Public Managements‘, des Qualitätsmanagements oder des Neuen Steuerungsmodells mehr und mehr als Managementaufgaben gefasst und in solche transformiert. Dieses Phänomen ist nicht unumstritten – und die Auswirkungen auf professionelle Leistung und Professionalität sind noch unklar. Die Diskussion über ‚Managerialismus‘ und ‚Management in Sozialen Diensten‘ erlaubt einen Einblick in die normative Aufladung des Managementbegriffs im Kontext professionellen Handelns. (...) (Auszug aus der Einleitung)
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| Andreas Langer |
| Dienstleistungsstrukturen in der Sozialen Arbeit zwischen Verwaltungsreform und Professionalisierung |
| Wie wirken sich politisch initiierte Veränderungsprozesse bzw. Reformen auf Professionalität und professionelles Handeln aus? Vor dem Hintergrund einer qualitativ empirischen Studie zeichnet sich eine Pluralisierung und gleichzeitige Schließung in der Verhältnisbestimmung zwischen öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe ab. Im Rahmen dieser Dienstleistungsstrukturen gewinnt das professionelle Dienstleistungsmanagement an Bedeutung. Die konkrete Fallbearbeitung ist dagegen durch Paradoxien bestimmt, die die Effektivität, Effizienz und Qualität der Dienstleistungen gefährden.
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| Stephan Grohs |
| Reform der Jugendhilfe zwischen Neuer Steuerung und Professionalisierung. Eine Bilanz nach 15 Jahren Modernisierungsdiskurs |
| In den 1990er Jahren waren die öffentlichen Träger der Jugendhilfe Gegenstand einer doppelten Reformbewegung: Auf der einen Seite stand eine an Effizienzkriterien orientierte Welle kommunaler Verwaltungsmodernisierung, auf der anderen Seite fachpolitische Diskussionen zur Verbesserung der institutionellen Voraussetzungen professioneller sozialer Arbeit. Der Beitrag verfolgt das Ziel, das in den vergangenen 15 Jahren zu beobachtende Spannungsverhältnis dieser Modernisierungsansprüche in deutschen Jugendämtern anhand empirischer Daten auszuloten. Im Mittelpunkt stehen das Problem einer Verknüpfung der konkurrierenden Ansätze und die Frage nach den Auswirkungen der verfolgten Reformwege in der Praxis.
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| Christof Beckmann, Hans-Uwe Otto, Andreas Schaarschuch, Mark Schrödter |
| Qualitätsmanagement und Professionalisierung in der Sozialen Arbeit. Ergebnisse einer Studie zu organisationalen Bedingungen ermächtigender Formalisierung |
| Die Auswirkungen von Qualitätsmanagement auf die Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit sind bislang empirisch kaum untersucht. Kritiker befürchten eine unangemessene Standardisierung, Befürworter erhoffen sich eine größere Transparenz und Effektivität der Leistungserbringung. Anhand einer Befragung von 30 Leitungskräften, 261 Fachkräften und 435 Familien in 30 Einrichtungen der Sozialpädagogischen Familienhilfe werden die Zusammenhänge zwischen Qualitätsmanagement und verschiedenen Formen der Formalisierung untersucht. Die Ergebnisse deuten insgesamt auf organisationale Arbeitsbedingungen hin, die professionalisiertes Handeln unterstützen, gleichzeitig sind aber auch Standardisierungstendenzen erkennbar, die sich auf die Einführung von Controllingtechniken zurückführen lassen.
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| Klaus Armingeon |
| Kleinstaaten in Weltmärkten. Drei Ergänzungen der Katzenstein-These |
| Kleine Länder sind außenwirtschaftlich verwundbarer als große Länder und deshalb sind sie zur flexiblen Anpassung an weltwirtschaftliche Entwicklungen gezwungen. Dies setzt voraus, dass sie innenpolitisch diese Anpassungsprozesse realisieren können. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die Sozialpartnerschaft. Damit ist ein System der innenpolitischen Kompensation für die potenziellen Verlierer der Weltmarktöffnung verbunden. Dies ist der Kern der These, die Peter Katzenstein in seinem bahnbrechenden Werk über "Kleine Staaten in Weltmärkten" für sieben Länder und den Zeitraum bis Anfang der 1980er Jahre entwickelt hat. In diesem Beitrag zeige ich, dass diese These auch auf die Gegenwart und auf einen größeren Kreis demokratischer Kleinstaaten zutrifft. Freilich müssen drei Ergänzungen gemacht werden: Erstens entwickelt nur ein Teil der kleinen Länder eine wirtschaftlich wirksame Sozialpartnerschaft. Zum zweiten variieren nicht nur die Typen der kleinstaatlichen Korporatismen, sondern auch die Kompensationen viel stärker, als dies Katzensteins Werk nahe legt. Und zum dritten sind heute große wie kleine Staaten außenwirtschaftlich sehr verwundbar; aber die Voraussetzungen für die Einführung oder Beibehaltung einer wirksamen Sozialpartnerschaft sind bedroht.
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| Ilona Ostner |
| "Grenzgänger, Bücherwürmer und sozial(politisch) engagierte citoyens". Zum Werdegang und Werk von Christoph Sachße und Florian Tennstedt. Laudationes auf der Jahrestagung der Sektion Sozialpolitik in der DGS |
| Mit diesen Laudationes für Christoph Sachße und Florian Tennstedt ehrt die Sektion Sozialpolitik in der DGS zwei herausragende, seit langem national wie international ausstrahlende Pioniere und Klassiker der Sozialpolitikforschung. Mir ist die anspruchsvolle – und ziemlich komplizierte – Aufgabe zugefallen, einige Worte zu Person und Werk von Christoph Sachße und Florian Tennstedt zu sprechen. Sie ist kompliziert, auch weil die beiden – wiewohl rund um die Pensionierung – quicklebendig am längst noch nicht abgeschlossenen Werk arbeiten, das ich nun dennoch irgendwie auf den Punkt bringen und als gemeinsames darstellen soll. Es soll ja kein Nachruf, sondern eine Preisrede (ohne Preisverleihung) werden. (...) (Auszug aus der Laudationes)
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